Dem Leader auf den Fersen

03.10.2017

Die erste Mannschaft feierte im sechsten Saisonspiel den vierten Sieg und bleibt Leader Wil auf den Fersen.  

Die Forderung von Trainer Jürg Stadelmann nach mehr Power war unüberhörbar und kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Zuvor hatte sich sein Team nämlich fast eine Stunde lang vergeblich um Spielfluss und Dominanz bemüht. Dies gelang zwar auch den Thurgauern nicht wirklich, aber sie kamen (auch dank Nachlässigkeiten in der Ebnat-Kappler Defensive) immerhin zu einigen guten Strafraumszenen (6., 7., 30., 40. und 45. Minute). So fiel das 1:0 der Platzherren in der 21. Minute fast etwas überraschend. De Salvador verschaffte sich nach einer Ristic-Hereingabe den nötigen Platz und schlenzte den Ball trocken ins lange Eck. Wenig fehlte und die Ebnat-Kappler hätten den Vorsprung sogar in die Pause nehmen können. Rohner, der kurz zuvor noch einen Scharfschuss mirakulös über die Latte gelenkt hatte, liess sich in der Nachspielzeit aber von einem Flachschuss aus 20 Metern überraschen (1:1).

Begeisternde Schlussoffensive
Mit dem aufkommenden Regen zu Beginn der zweiten 45 Minuten veränderte sich einiges. Es schien, als habe das Nass von oben den Kampfgeist der Ebnat-Kappler endgültig geweckt und die zuvor vorhandene Verunsicherung wie weggewaschen. Stäheli gab dem Angriffsspiel die ersten klaren Impulse (50., 60., 64.) und animierte alle, eine «Schippe» zuzulegen. Augenfällig auch, wie gut die eingewechselten jungen Kräfte sich ins Kollektiv einfügten und Verantwortung übernahmen. 13 Minuten vor Schluss konnte der von einer längeren Verletzungspause zurückgekehrte Büsser nach einem herrlichen Steilpass Figaros nur noch regelwidrig am Torschuss gehindert werden (Anderegg «bestrafte» das Foul mit dem 2:1 vom Elfmeterpunkt). Klasse, wie Nils Hug (nach toller Vorarbeit von Stäheli) kurz vor Schluss den Torhüter aussteigen liess und alles klar machte (3:1). Für zwei weitere Aufreger sorgte Routinier Anderegg: Ein erster Freistoss wurde vom Schlussmann um den Pfosten gedreht, ein weiterer berührte die Lattenoberkante. Der Sieg war aber nur möglich, weil hinten nun ebenfalls ganze Arbeit geleistet wurde und Rohner in einer 1:1-Situation beim Stande von 1:1 brillierte (65.). – Die Freudengesänge nach Spielende waren Ausdruck der Freude über den hart erkämpften Sieg, sie bewiesen aber auch den super Zusammenhang im Team.       (Walter Züst)

Matchtelegramm
Ebnat-Kappel I – Frauenfeld IIa 3:1 (1:1). – Untersand. – 50 Zuschauer. – SR: Urim Hoxhaj. – Tore: 21. De Salvador 1:1. 45. Musaj 1:1. 77. Anderegg 2:1 (Penalty). 88. N. Hug 3:1.

Ebnat-Kappel I: Rohner; Aerne (41. L. Hug), Romer, Bucher, Ristic (71. N. Hug); Roth, Ledergerber (58. Diener), Anderegg, Stäheli; De Salvador (71. R. Büsser), Figaro. – Abwesend: Hinterberger, Fent, Rütsche, Lieberherr, Tschumper, Thoma.

Bemerkungen: Faires Spiel.

 


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