FC Ebnat-Kappel 1 2 - 5 FC Bazenheid 2

12.05.2018 - 18:00 Uhr - Untersand

Das bittere Ende einer tollen Serie

Nach sechs Runden im Höhenflug gab es für die erste Mannschaft des FC Ebnat-Kappel im Derby gegen Bazenheid II das ganz böse Erwachen: 2:5 (1:3)-Niederlage!

70 Stunden zuvor hatte das Team in Züberwangen noch die Eroberung der Tabellenspitze gefeiert, nach dem Heimspiel vom Samstag bleibt die bittere Erkenntnis, dass der Aufstieg aus eigener Kraft nicht mehr zu schaffen ist! Die besseren Karten haben nun wieder Kirchberg und Wil. Aussichtslos ist das Ganze trotzdem nicht. Im Spitzenkampf Kirchberg – Ebnat-Kappel und im Schlussspiel Wil – Kirchberg kann noch einiges passieren. Schade nur, dass die starke Serie ein derart abruptes Ende nahm. Das Fehlen von Romer und Figaro, zweier wichtiger Spieler in der eingespielten Stammformation, wog ganz offensichtlich zu schwer. Vor allem in der ersten Halbzeit war von der Kompaktheit der letzten Wochen fast gar nichts zu sehen. So entsprach der 1:3-Pausen-Rückstand zwar dem Gezeigten, liess aber doch noch auf eine Wende hoffen.

Nach 50 Sekunden 1:0 geführt 

Dabei hatte alles so gut begonnen. Knapp 50 Sekunden waren gespielt, als der Gäste-Torwart von einer «Bogenlampe» Stähelis kalt erwischt wurde (1:0). Ein Strohfeuer, leider nicht mehr! Es brauchte an diesem Tag nämlich nur zwei Aussetzer in der Hintermannschaft und die vermeintliche Sicherheit war wie weggeblasen. Cakir lief zweimal auf der linken Seite durch und brachte den Ball präzise zur Mitte, Gelebek (10.) und Jud (18.) nutzten die Freiheiten und führten die schnelle Wende herbei (1:2). Der bis vor wenigen Wochen noch dem 2.-Liga-Interregional-Kader angehörende Cakir wurde auch in der Folge zum unlösbaren Problem der Ebnat-Kappler Hintermannschaft: Kurz vor und nach der Pause (42./47.) besorgte die Nr. 7 der Gäste auch das Toreschiessen gleich selbst (1:3 bzw. 1:4). Nicht zu vergleichen mit der erschreckenden Harmlosigkeit der Ebnat-Kappler Offensive! Einzig bei Hinterbergers Kopfball in der 45. Spielminute keimte so etwas wie Torgefahr auf.

Mit dem Mute der Verzweiflung

Geschlagen geben wollten sich die Platzherren aber noch lange nicht. Kellenberger verkürzte nur vier Minuten nach dem 1:4 auf 2:4 und hauchte dem Team sichtbar neuen Mut ein. Lobenswert, wie sich das Kollektiv gegen die drohende Niederlage stemmte und verschiedene gute Torchancen erzwang. Hug, Roth, Stäheli, Tschumper und Anderegg hatten allesamt das 3:4 auf dem Fuss (oder Kopf), gelingen wollte aber gar nichts. Effizienz blieb an diesem Abend eine Stärke der Gäste: Jud war kurz vor Schluss nach einer Flanke von links zur Stelle und machte alles klar (2:5).

Lobenswert das Bemühen der Ebnat-Kappler, den Kopf doch noch aus der Schlinge zu ziehen. Und wer weiss, war passiert wäre, wenn der Gäste-Torhüter für die Unbeherrschtheit in der 67. Minute die verdiente gelb-rote Karte gesehen hätte. In der von den Platzherren dominierten Schlussphase hatten die Alttoggenburger nämlich nur noch wenig Spielanteile.     (Walter Züst)

 

Matchtelegramm

Ebnat-Kappel I – Bazenheid II 2:5 (1:3). – Untersand. – 90 Zuschauer. – SR: Ali Osma. – Tore: 1. Stäheli 1:0. 10. Gelebek 1:1. 18. Jud 1:2. 42. Cakir 1:3. 47. Cakir 1:4. 51. Kellenberger 2:4. 88. Jud 2:5.

Ebnat-Kappel I: Rohner; Bleiker, Bucher, Kellenberger, Ristic; Stäheli, Hinterberger, Anderegg, Roth (74. Diener); De Salvador (46. N. Hug), Büsser (46. Tschumper). – Abwesend: Romer, Figaro, L. Hug und Lieberherr.

Bemerkungen: Gelb für Stäheli und Tschumper, drei Verwarnungen für die Gäste.

In der ersten Halbzeit geriet die Hintermannschaft der Ebnat-Kappler öfters unter Druck.