FC Frauenfeld 2a 0 - 8 FC Ebnat-Kappel 1

05.05.2018 - 17:00

Steigerungslauf auf der Kleinen Allmend

Die erste Mannschaft des FC Ebnat-Kappel glänzt weiter: 8:0 (2:0)-Sieg bei Kirchberg-Bezwinger Frauenfeld IIa!

Fünftes Rückrundenspiel, fünfter Sieg, und dies bei einem Torverhältnis von 30:4! Imponierende Zahlen und eine deutliche Kampfansage an die Mitbewerber um den Platz in der 3. Liga (Kirchberg und Wil). Vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft um das Trainergespann Stadelmann/Störi auf der Kleinen Allmend in Frauenfeld auftrat, war imponierend. Dabei bekamen es die Ebnat-Kappler am ersten Mai-Samstag ja immerhin mit jenem Team zu tun, das zwei Wochen zuvor Leader Kirchberg ein Bein gestellt hatte (1:0) und die Obertoggenburger so zu Verlustpunkte-Leadern machte. Fakt ist seit diesem Tag: Die Ebnat-Kappler können den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen! Eine Tatsache, die das weiter erstarkte Team zusätzlich zu beflügeln scheint.

39 Minuten offen

Das traditionell frühe Tor fiel diesmal etwas später. De Salvador traf nach einem genialen Anderegg-Pass aus 20 Metern (18.) und liess vergessen, dass in dieser Phase eigentlich die Platzherren die besseren Torchancen verzeichneten. Zweimal war Rohner zu Glanzparaden gezwungen (13. und 22. Spielminute), dann drückte der Schiedsrichter bei einer Ristic-Intervention am Rande der Regularität im Ebnat-Kappler Strafraum (23.) mindestens ein Auge zu! Erlösend und wegweisend schliesslich die Szene in der 39. Spielminute: Stäheli zog nach einer Bleiker-Vorlage los, provozierte den Abpraller und Roth packte den «Robben von links» aus. Unwiderstehlich, wie der junge Aussenläufer nach innen zog und mit einem satten Flachschuss ins nahe Eck abschloss (0:2).

Blitztor nach der Pause!

Es musste in Halbzeit zwei mehr kommen, wollte man die Frauenfelder in den Griff bekommen. Unmissverständlich die Pausenworte des Trainers und überraschend, wie die Mannschaft dies umsetzte. Anspiel von De Salvador mit einem langen Ball auf die rechte Angriffsseite, wo der neun Sekunden zuvor eingewechselte Diener nach einem Doppelpass mit Stäheli herrlich zum 0:3 abschloss! Schneller hatte eine Ebnat-Kappler Mannschaft wohl noch nie getroffen! Der Bann war gebrochen. Während die Schritte der Platzherren schlagartig schwerer wurden, vermochten die Ebnat-Kappler ihre Kadenz noch zu steigern und die Konzentration trotz vier Einwechslungen bis zuletzt hochzuhalten. Ab der 72. Spielminute zahlte sich die Spielfreude und der Wille des starken Kollektivs auch aus. Abwehrstratege Kellenberger erhöhte nach einem Foul an Stäheli vom Elfmeterpunkt (0:4), Hinterberger traf nach Vorarbeit Bleikers genau in den entfernten Winkel (0:5), der energiegeladene Stäheli reüssierte aus spitzem Winkel (0:6), Diener zirkelte das Leder mit einem gefühlvollen Lopball ins Netz (0:7) und Stäheli durfte sich in der Nachspielzeit auch noch als Doppeltorschütze feiern lassen (0:8).

Eine tolle Leistung, zu der alle Akteure ihren Beitrag leisteten. Es wäre ungerecht, einzelne Spieler herauszuheben. Im Moment funktioniert das Ganze hervorragend. So macht Fussball Freude, nicht nur neben, sondern offensichtlich auch auf dem Platz! Der Auftakt in die «Englische Woche» ist jedenfalls mehr als nur gelungen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Mannschaft am Mittwochabend in Zuzwil und am nächsten Samstag im Heim-Derby gegen Bazenheid konzentriert bleibt und ähnliche Leistungen abrufen kann. (Walter Züst)

 

Matchtelegramm

Frauenfeld IIa – Ebnat-Kappel I 0:2 (0:8). – Kleine Allmend. – 30 Zuschauer. – SR: Elvis Smajovik. – Tore: 18. De Salvador 0:1. 39. Roth 0:2. 46. Diener 0:3. 72. Kellenberger 0:4 (Penalty). 75. Hinterberger 0:5. 78. Stäheli 0:6. 86. Diener 0:7. 91. Stäheli 0:8.

Ebnat-Kappel I: Rohner; Bucher (73. N. Hug), Romer, Kellenberger, Ristic (46. Diener); Bleiker, Figaro, Anderegg, Roth (67. Büsser); Stäheli, De Salvador (60. Hinterberger).

Bemerkungen: Eine gelbe Karte für die Platzherren. – 88. Lattenschuss Stäheli.


In der ersten Halbzeit war auch die Ebnat-Kappler Hintermannschaft gefordert.